Familienbuch Euregio

Alexander Otto Coppel
* 18.09.1865 jd Solingen    + 05.08.1942 Theresienstadt
Dr. jur. Alexander Coppel 
Beruf: Unternehmer 
Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Solingen 
[Bramann] Stammtafel, Alexander Otto Coppel, *18.09.1865 Solingen, gest. 05.08.1942 Theresienstadt, Sohn von Gustav Coppel und Fanny Katzenstein 
[Wikipedia] Alexander Coppel studierte Rechtswissenschaften. 1891 ging er nach Aachen und legte im Sommersemester 1896 in Erlangen seine Inaugural-Dissertation über das Thema 'Pfandrecht und Retentionsrecht des Frachtführers' vor. Anschließend trat er in das Familienunternehmen Alexander Coppel Solingen ein. Im November 1914 wurde er zum Stadtverordneten von Solingen gewählt. Wie seine Eltern engagierte sich Coppel in gesellschaftlichen und sozialen Belangen der Stadt Solingen, so als Kurator des Coppelstifts, einer Stiftung mit Säuglingsheim und Erholungsstätte für Erwachsene, die 1912 von seiner Familie ins Leben gerufen worden war. Anlässlich des 100. Jahrestages der Firmengründung stiftet die Firma Alexander Coppel 1921 zwei Millionen Mark für soziale Zwecke. Bis 1933 gehörte er dem Aufsichtsrat des Spar- und Bauvereins an und war von 1915 bis 1942 Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde. In Solingen wurde die Alexander-Coppel-Straße nach ihm benannt. 
[Wikipedia] Das Familienunternehmen Alexander Coppel Solingen wurde 1936 "arisiert". Am 1. März wurde das Hildener Werk mit der Kronprinz AG fusioniert, im April das Solinger Stammwerk durch „arische“ Gesellschafter übernommen. 
[Wikipedia] Alexander Coppel musste ab November 1938 den Vornamen „Gideon“ tragen. Am 21. Juli 1942 wurde er zusammen mit anderen Solinger Juden von Düsseldorf in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er drei Wochen später starb. Von den letzten Lebenstagen liegen zwei verschiedene Darstellungen vor: Die erste stammt von Wilhelmina Leven, einer Krankenschwester aus Solingen, die bis zum letzten Moment bei ihm war und berichtet, dass er ruhig und ohne Schmerzen starb, still und zufrieden. Auf dem anstrengenden Transport habe er sich eine Lungenentzündung geholt. Die zweite stammt vom Solinger Mithäftling Dr. Emil Kronenberg. Er war Zeuge seines Zusammenbruchs durch Hunger und Entkräftung. Coppels Leiche wurde verbrannt und die Asche in einem Karton in die Eger geworfen, so Kronenberg. 
[Theresienstadt] Ghetto Theresienstadt, Todesfallanzeige, Gideon Coppel, *18.09.1865 Solingen, zuletzt wohnhaft in Solingen, Auf dem Kamp 60; Kennkarte ausgestellt in Wuppertal; wohnhaft in Theresienstadt Gebäude L 219/221; verstorben am 04.08.1942 in Theresienstadt an Gehirnschlag 
[Gedenkbuch] Alexander Coppel, *18.09.1865 Solingen, wohnhaft in Solingen; deportiert am 21.07.1942 ab Düsseldorf nach Theresienstadt; verstorben am 05.08.1942 (!) in Theresienstadt 
Opfer der Shoa
Eltern: Gustav Coppel und Fanny Katzenstein
Link: Wikipedia: Alexander Coppel

 
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