Familienbuch Euregio

Aron Heumann
* 27.09.1872 jd Eschweiler    + 13.02.1940 Neuss
Albert Heumann 
Beruf: Kaufmann 
[IGI] [Geburtsurkunde] Eschweiler, Aron Heumann, *27.09.1872 Röthgen / Eschweiler, Sohn von Joseph Heumann, 27 Jahre alt, und Sara Wolf 
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, Im Haus an der Promenadenstraße 35 betrieb der am 27. September 1872 in Eschweiler geborene Kaufmann Aron Albert Heumann seit 1913 einen Handel mit Fellen, Därmen, Häuten, Fleischereibedarfsartikeln und Gewürzen. Darüber hinaus fungierte Aron Heumann als eine Art Küster in der benachbarten Neusser Synagoge, die an der Promenadenstraße 39 lag. 1906 war der Arbeiter Aron Heumann, genannt Albert, von Köln nach Neuss zum Hamtorwall 50 zugezogen. Er war verheiratet mit Jenny Heumann. 
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, wurde Aron Heumann schweren Repressalien ausgesetzt. Nach der Aussage eines Zeugen war zunächst „eine Horde SA- und SS-Leute in die Wohnung eingedrungen und habe die Wohnungseinrichtung der 3 Zimmer vollständig demoliert. Aron Heumann wurde aus seiner Wohnung geholt und musste unter den Fußtritten und dem Gejohle der teilweise betrunkenen SA-Männer den Gehweg vor der schwelenden Ruine der Synagoge säubern. Im Februar 1940 wurde der schwer herzkranke Aron Heumann zusammen mit neun weiteren jüdischen Bürgern zur Straßenreinigung in Neuss eingesetzt. Als die Kolonne am 12.2.1940 auf der Weingartstraße arbeitete, kam ein Passant mit dem Fahrrad und beschimpfte die arbeitenden Männer, was sich Aron Heumann in angemessenem Tonfall verbat. Darauf stieg der Mann vom Fahrrad, stürzte sich auf den schwer herzkranken Heumann und schlug mit seinen Fäusten auf ihn ein. Heumann wurde solange verprügelt, bis er erschöpft auf den Treppenstufen vor einer Haustür zusammenbrach. Nach der Anstachelung eines Anwohners attackierte der Täter den alten Mann erneut, bevor er endlich von ihm abließ. Aron Heumann erlitt durch diese Misshandlungen einen Nervenschock und einen Herzanfall. Am 13.2.1940 starb er den Folgen des durch die Misshandlung erlittenen Schocks. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof am Glehner Weg beigesetzt. 
Opfer der Shoa
Eltern: Joseph Heumann und Sara Wolff
Meldekarte Aron Heumann 1872 - 1940
Maria Anna Levi
* 10.04.1871 jd Lechenich    + 21.08.1935 Neuss
Jenny Levy 
[Bormann] S.549, Maria Anna Levy, *10.4.1871 Lechenich, +1938 Neuß, Tochter von Emanuel Levy und Gudula Schwarz, war verheiratet mit Aron Heumann, geboren in Eschweiler. 
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, Jenny Heumann, geb. Levy, die am 10. April 1871 in Lechenich geboren worden war, war verheirat mit Aron, genannt Albert Heumann 
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, Jenny Levy, Ehefrau von Aron Heumann, starb am 21.8.1935 in Neuss und wurde auf dem jüdischen Friedhof am Glehner Weg beigesetzt.
Eltern: Emanuel Levi und Judula Schwartz
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, Im Haus an der Promenadenstraße 35 betrieb der am 27. September 1872 in Eschweiler geborene Kaufmann Aron Albert Heumann seit 1913 einen Handel mit Fellen, Därmen, Häuten, Fleischereibedarfsartikeln und Gewürzen. Darüber hinaus fungierte Aron Heumann, als eine Art Küster in der benachbarten Neusser Synagoge, die an der Promenadenstraße 39 lag. 1906 war der Arbeiter Aron, genannt Albert Heumann von Köln nach Neuss zum Hamtorwall 50 zugezogen. Er war verheiratet mit Jenny Heumann, geb. Levy, die am 10. April 1871 in Lechenich geboren worden war. 
2 Kinder
Erich Heumann
* 05.08.1905 jd Köln    + 22.01.1945 Gleiwitz
Beruf: Kaufmann 
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, Erich Heumann, *5.8.1905 Köln, Sohn von Aron Heumann und Jenny Levy. Er war verheiratet mit Friedel (genannt Frieda), geb. Fuchs, die am 10. März 1908 in Darmstadt geboren wurde. Erich Heumann wurde wie sein Vater Kaufmann und arbeitete vom 15.3.1924 bis zum 15.11.1935 als Angestellter bei der Firma "Heinrich Janssen. Import- und Futtermittelgroßhandlung", bevor sein Arbeitsverhältnis wegen verschärften Drucks auf die Firma aufgelöst wurde. Am 24.12.1935 floh Erich Heumann, der bis dahin im elterlichen Haus auf der Promenadenstraße 35 gelebt hatte, unter dem Druck der Verfolgung mit seiner Frau Frieda in die Niederlande nach Rotterdam und nahm später seinen Wohnsitz in der Stadt Gouda. Dort wurde Erich Heumann am 22.9.1942 verhaftet und am folgenden Tag in das Konzentrationslager Westerbork deportiert. Am 14.9.1943 wurde er von dort in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt. 
[Gedenkbuch] Erich Heumann, *5.8.1905 Köln, wohnhaft in Neuß; Emigration in die Niederlande; Deportation 1942 ab Westerbork nach Auschwitz; umgekommen am 22.1.1945 in Gleiwitz, einem Außenlager des KZ Auschwitz; für tot erklärt 
[JewishMonument] Erich Heumann, *5.8.1905 Köln; im August 1942 wohnhaft in Gouda, Sophiastraat 91; umgekommen am 22.1.1945 in der Außenstelle (Extern kommando) in Gleiwitz; Ehemann von Frida Heumann-Fuchs, *10.3.1908 Darmstadt 
[YadVashem] Erich Heumann, *1905 Köln, Sohn von Albert und Marianna Heumann; Ehemann von Frida Pokhos (Fuchs); Kaufmann, wohnhaft in Neuss, während des Krieges in Rotterdam; umgekommen 1945 in Gleiwitz; Gedenkblatt eingereicht von seiner Ehefrau Frida Heiman, Israel 1957 
Opfer der Shoa
mit Frieda Fuchs
Else Heumann
* 30.01.1912 jd Neuss   
Beruf: Büroangestellte 
[Familienforschung] Familie Heumann, Texte Stadtarchiv Neuss 2012, Else Heumann, *30.1.1912 Neuss, Tochter von Aron Heumann und Jenny Levy. 
Else arbeitete als Büroangestellte. Sie hatte ihren Wohnsitz bis zum 2.10.1933 im elterlichen Haus an der Promenadenstraße 35. Danach ging sie, jeweils für kürzere Zeit, nach Rheydt, Soden und Leipzig. Da sie vermutlich auch dort keine dauerhafte Anstellung mehr finden konnte, kehrte sie zwischenzeitlich immer wieder zu den Eltern zurück, bis sie am 16.12.1935 endgültig Neuss verließ. Else Heumann meldete sich nach Köln ab und wanderte später nach Palästina aus.

 
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