Familienbuch Euregio

Otto Hirsch
* 08.11.1902 jd Aachen    + 05.11.1942 Auschwitz
Beruf: Schlosser, Huf- und Wagenschmied, Kraftfahrer 
Otto Hirsch war 1924 Kraftfahrer bei der Brauerei Klinkenberg in Haaren.  
Vor der Heirat 1930 wohnhaft in Haaren, Hauptstraße 3; 1932-1933 in Würselen, Elchenrather Straße 43; 1934-1937 Bardenberger Straße 32; 1938 Gouleystraße 103; 1939-1941 Elchenrather Straße 73 bei den Schwiegereltern  
[Adressbuch] 1939: Otto Hirsch, Kraftwagenfahrer, Würselen, Elchenratherstraße 73 
Am 24.7.1941 erfolgte Zwangseinweisung mit der Familie und den Schwiegereltern in das Sammellager Haaren Hergelsmühler Weg 3. Otto Hirsch war jedoch weiterhin als Kraftfahrer in einer Eisengroßhandlung in Stolberg tätig. 
Vom 16.9.1941 bis 27.1.1942 war Otto Hirsch in Untersuchungshaft in Aachen wegen angeblicher Verbreitung feindlicher Rundfunkmeldungen am Arbeitsplatz (sog. Heimtücke-Gesetz), am 27.1.1942 erfolgte der Freispruch, jedoch unmittelbar anschließend die Rücküberstellung durch die Gestapo und Gefängnishaft in Aachen vom 27.1.1942 bis zum 21.3.1942. Von dort wurde er in das Lager Sachsenhausen deportiert. Am 5.11.1942 ist Otto Hirsch in Auschwitz umgekommen.  
[Gedenkbuch] Otto Hirsch, *8.11.1902 Aachen, wohnhaft in Haaren; 22.3.1942 Deportation ab Koblenz nach Izbica; umgekommen am 5./7.11.1942 in Auschwitz 
[YadVashem] Otto Hirsch, *18.11.1902 Aachen, Sohn von Josef Hirsch und Netta Frohwein, Ehemann von Elsa Weil; Kraftfahrer, wohnhaft in Würselen; am 7.11.1942 umgekommen in Auschwitz; Gedenkblatt eingereicht von Alex Salm 
[Alsdorf] 1998, S. 40 
Opfer der Shoa
Eltern: Joseph Hirsch und Netta Frohwein
Weil-Grundstück, Elchenrather Str. 73
Namensliste deportierter Juden aus Haaren
Gedenkstein für Otto Hirsch
5 Seiten in der Fotogalerie
Elsa Weil
* 21.07.1908 jd Wersch / Weiden   
Beruf: Friseuse 
[Geburtsurkunde]  
Wohnhaft vor der Heirat 1930 bei den Eltern in Würselen, Elchenrather Straße 73; 1932-1933 wohnhaft in Würselen, Elchenrather Straße 43; 1934-1937 Bardenberger Straße 32; 1938 Gouleystraße 103; 1939-1941 Elchenrather Straße 73. 
lt. Rechercheergebnis, mitgeteilt am 23.3.1950 von der Jüdischen Gemeinde Aachen soll Else Hirsch geb. Weil am 15.5.1942 zusammen mit ihren Eltern nach Polen deportiert worden sein. Anmerkung dazu: vermutlich war der Transport vom 15.6.1942 gemeint. Mit Wirkung vom 8.5.1945 wurde sie 1950 für tot erklärt. Das Todesdatum der Töchter wurde auf den 31.12.1942 festgelegt. 
Laut einer Liste des [VVN] , die 1955 erstellt worden ist, soll Else Weil zusammen mit ihren Kindern bei der Deportation in den Rhein gesprungen und ertrunken sein. Diese These ist 1997 in einem Gedenkblatt des [YadVashem] übernommen worden. Nach Informationen des NS-Dokumentationszentrums in Köln sowie der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf lassen sich für diese These jedoch keinerlei Belege finden.  
[Gedenkbuch] Elsa Hirsch, geborene Weil, *21.7.1908 Wersch, wohnhaft in Broichweiden und Würselen, Schicksal: für tot erklärt 
Else Hirsch geb. Weil war nach Aussagen von Zeitzeugen nach dem Krieg zu einem Besuch bei ihren ehemaligen Nachbarn in Würselen in der Elchenrather Straße. Es ist unbekannt in welchem Jahr dieser Besuch statt gefunden haben könnte, und es gibt keine Erklärung dafür, warum es seitdem kein Lebenszeichen mehr von ihr gibt. 
Opfer der Shoa
Eltern: Bernhard Weil und Paula Carsch
Wohnort der Familie Hirsch 1932/1933
Namensliste deportierter Juden aus Haaren
Mahnmal des VVN in Würselen
Gedenkstein für Elsa Hirsch, geb. Weil
2 Seiten in der Fotogalerie
  27.11.1930 Würselen
[Heiratsurkunde] Heirat am 27.11.1930 zu Würselen zwischen Otto Hirsch, *8.11.1902 Aachen, Kraftfahrer, wohnhaft in Haaren, Hauptstraße 3, sowie Elsa Weil, *22.7.1908 Weiden, Friseuse, wohnhaft in Würselen, Elchenrather Straße 73; Zeuge: Philipp Weil, 24 Jahre, Chauffeur, wohnhaft in Würselen, Elchenrather Straße 73 
Die Familie Hirsch wohnte 1932-1933 in Würselen, Elchenratherstraße 43, 1934-1937 in der Bardenberger Straße 32, 1938 in der Gouleystraße 103, und 1939-1941 in der Elchenratherstraße 73. 
Am 4.7.1941 erfolgte die Zwangseinweisung der Familie in das Sammellager Haaren Hergelsmühler Weg 3.  
Die Familie wurde Opfer der Shoa. 
Im Jahre 2007 wurden auf dem Bürgersteig vor dem Haus Elchenratherstraße N° 43 Gedenksteine im Rahmen des Projekts "Stolpersteine" eingelassen. 
Willi Benzel: Über das Schicksal der jüdischen Familie Otto Hirsch und Else Weil
2 Kinder
Renate Hirsch
* 13.11.1931 jd Aachen   
[Geburtsurkunde] Renate Hirsch, *13.11.1931 Aachen, Jakobstraße 18 
Laut Mitteilung der jüdischen Gemeinde Aachen vom 21.3.1951 wurde Ruth Hirsch im März 1942 nach Izbica deportiert. Das Todesdatum ist 1953 auf den 31.12.1942 festgelegt worden.  
[Gedenkbuch] nicht im Gedenkbuch des Bundesarchivs aufgeführt  
Opfer der Shoa
Namensliste deportierter Juden aus Haaren
Gedenkstein für Renate Hirsch
4 Seiten in der Fotogalerie
Ruth Hirsch
* 09.01.1939 jd Würselen   
[Geburtsurkunde] Ruth Sara Hirsch, *8.1.1939 Würselen, Tochter von Otto Hirsch, Kraftfahrer, und Else Hirsch geb. Weil, wohnhaft in Würselen, Elchenrather Straße 73, Randvermerk: für tot erklärt, Zeitpunkt des Todes wurde der 31.12.1945 festgestellt / Beschluß AG Aachen 7.1951 - 6 B II 113-114/51, Todesdatum wurde abgeändert auf den 31.12.1942, Beschluß des AG Aachen vom 18.4.1953 - 6b II ?3-307/2 
Laut Mitteilung der jüdischen Gemeinde Aachen vom 21.3.1951 wurde Ruth Hirsch im März 1942 nach Izbica deportiert. Das Todesdatum ist 1953 auf den 31.12.1942 festgelegt worden.  
[Gedenkbuch] nicht im Gedenkbuch des Bundesarchivs aufgeführt  
Opfer der Shoa
Geburtsurkunde Ruth Hirsch *1939
Namensliste deportierter Juden aus Haaren
Gedenkstein für Ruth Hirsch
1 Seite in der Fotogalerie

 
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